Weinpresse – Wein selber machen

wein selber machen

Allgemeines zur Weinherstellung

Wer sich mit dem Gedanken trägt, Wein selber herzustellen, benötigt gesunde und süße Trauben. Aus solchen Früchten wird die Maische hergestellt, bevor es an das sogenannte „keltern“ geht. Zum Keltern wird eine Traubenpresse benötigt. Mit solch einer Weinpresse werden die Trauben dann nahezu komplett entsaftet. Mit einer guten Weinpresse lassen sich aus rund 115 Kilo Trauben durchaus bis zu 85 Liter Traubenmost gewinnen.

Wein selber herstellen

Es ist überhaupt nicht schwer, einen leckeren Tropfen selbst herzustellen. Dazu müssen einfach nur einige Grundregeln beachtet werden.

reife weintraubenIm ersten Schritt werden die Trauben geerntet und sorgfältig verlesen. Schlechte Trauben dürfen keinesfalls zur Weinherstellung verwendet werden. Nach dem sogenannten „Entrappen“ oder Abbeeren (Entstielen) der Trauben werden sie gewaschen und abgetrocknet. Jetzt werden sie zerkleinert, bevor sie dann mithilfe einer Traubenpresse zu Saft gepresst werden. Der zerkleinerte Fruchtbrei wird als Maische bezeichnet. Die Maische von weißen Trauben wird sofort gepresst, während bei einem künftigen Rotwein die Maische gärt.

Im Anschluss kommt der Zucker ins Spiel – ohne Zucker gibt es keinen Wein. Das hat einen einfachen Grund: Später kommt Hefe dazu. Diese Hefe wandelt den Zucker in Alkohol um. Das geschieht während der mehrtägigen Gärung. Etwa nach drei Tagen setzt die Gärung ein, das Volumen des Weins vergrößert sich, es „blubbert“ gewaltig im Gärbehälter.

wein und fruchtmühleDer Gärprozess entscheidet letztendlich über den Geschmack des späteren Weines. Deswegen kann sich dieser durchaus mal über drei Wochen hinziehen. Wenn das gärtypische „Blubbern“ aufhört, ist die Gärung beendet. Jetzt kommt der Gärbehälter an einen kühlen Ort, damit sich die Hefe absetzen kann. Anschließend wird der Wein durch ein feines Tuch gefiltert. Jetzt kann der Wein abgefüllt und verschlossen werden.

Die Rolle der Weinpresse

Mit einer Weinpresse eröffnen sich zeitsparende Möglichkeiten. Um es kurz zu veranschaulichen: Man kann die Gärung – je nach Weinsorte – als Maischegärung oder als Saftgärung angehen. Bei der Saftgärung entfällt die Gefahr, dass kleine Fruchtstücke den Geschmack des Weines verfälschen können. Das kann beispielsweise bei der Maischegärung passieren. Doch für die Saftgärung ist eine Weinpresse unbedingt erforderlich. Nur mit solch einer Traubenpresse gelingt es, den Saft so aus den Trauben zu pressen, dass kein Fruchtfleisch und keine sonstigen Traubenbestandteile mit in die Gärung zu kommen. Zudem ist die Ausbeute ein weiterer, wichtiger Aspekt. Mit einer Weinpresse lassen sich die Trauben wirklich bis auf den letzten Tropfen auspressen.

Funktion / Anleitung

Eine Traubenpresse basiert auf dem Prinzip des Druck. Eine traditionelle Korbpresse wird mit den zerkleinerten und vorsortierten Trauben gefüllt, anschließend wird mittels Hydraulik oder mechanisch Druck auf die Trauben ausgeübt. Das führt dazu, dass der reine Traubensaft abfließen kann. Eine solche Weinpresse liefert klaren und reinen Saft. Im Fachjargon wird das Pressen von Trauben als Keltern benannt. Somit muss eine Weinpresse in der Lage sein, die Maische so zu trennen, dass reiner, klarer Fruchtsaft übrig bleibt. Gerb- und Farbstoffe der Beerenhäute, Kerne und Fleischreste dürfen nicht in den Saft gelangen. Eine gute Traubenpresse ist so aufgebaut, dass der Druck zwar den Saft hervor presst, doch mittels des Presstuches kleine Teile aufgefangen werden können. Bei einer hydraulischen Weinpresse per Wasserdruck reichen bereits 2 bis 6 bar Druck aus, um ein ausgezeichnetes Ergebnis zu erzielen.

wein aus weinpresse

Zunächst wird ein Presstuch in den Presskorb gelegt, damit alle unerwünschten Bestandteile direkt beim Pressvorgang gefiltert werden können. Anschließend werden die gewaschenen und vorbehandelten Trauben in den Presskorb gelegt, bevor die Druckplatte mittels Muskelkraft nach unten gedreht wird – beziehungsweise bevor die Hydraulik zum Einsatz kommt.

Weinpresse kaufen

Es hängt von der zu erwartenden Erntemenge ab, in welcher Größe die Weinpresse gekauft werden sollte. Oft sind die traditionellen Weinpressen äußerst robust. Sie bestehen meist aus Holz in Verbindung mit Gußeisen oder Edelmetall. Je weniger technische Spezifikationen an der Weinpresse verbaut sind, umso weniger ist sie anfällig für eine Reparatur oder Wartung. Kleine Weinpressen sind nicht teuer und liefern in kürzester zeit den begehrten Saft in solider, reiner Qualität.