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Streuobst-Fest 2015. Mit Familie & Freunden beim Pressen.

Streuobst-Fest 2015, mit Familie & Freunden.

Obst ist gesund ,erfrischend und steht für viele Menschen als Synonym für Sommer, Sonne und Hochgenuss. Du bist Hobbygärtner? Du hast eine Obstwiese? Dann kannst Du Dein Obst erntefrisch zu Most, Wein oder Saft verarbeiten – mit minimalem Aufwand. Das Einzige, was Du dazu benötigst, ist eine Obstpresse und über diese möchte ich Dir auf meiner Seite mein Wissen weitergeben! Verbesserungsvorschläge und ein reger Austausch sind gerne gesehen – meine eMail findest Du im Kontakt-Bereich.

Du suchst eine solide Presse? In der Tabelle (direkt darunter) habe ich für Dich drei verschiedene Modelle verglichen, jedes Teil mit seinen eigenen Stärken. Aber sieh selbst (bei mir ist die erste Variante im Einsatz):

Edelstahl Spindelpresse Presse aus Holz Speidel Hydraulikpresse
Bild
Für wen geeignet Jährlich im Einsatz, meine Empfehlung! Neulinge & wenn sehr selten im Einsatz Jeden der öfters & wirklich größere Mengen Saft presst
Eigenschaften - 14 Liter Inhalt
- Lebensmittelecht
- Aus Edelstahl gefertigt
- Große Ausbeute
- Leichte Reinigung (gute Hygiene da Edelstahl)
- 6 Liter Inhalt
- 4 Pressklötze und 1 Kopfholz
- aus Holz gefertigt
- leichte Bedienung - Günstiges Einsteiger-Modell
- 40 Liter Inhalt
- 20 Tonnen Pressdruck nur durch Hydraulik / Wasserkraft
- hervorragende Ausbeute
- inkl. Pressack und Spritzschutzhülle
- Deutsche Markenqualität mit 2 Jahren Garantie
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Inhalt

obstpressen

Oft ist es so, dass in guten Erntejahren Unmengen an Obst zusammenkommen – und der Hobbygärtner steht vor der Frage, was er mit all den guten Früchten machen soll. Verfaulen lassen? Das wäre zu schade. Marmelade kochen? Doch was tun mit unzähligen Marmeladengläser? Ergo – eine Obstpresse muss her. Mit solch einer Presse kann das Obst schnell und unkompliziert so verarbeitet werden, dass sich fix ein Vorrat über die Wintermonate produzieren lässt. Zu Saft, zu Most oder aber zu Wein. Übrigens eignet sich zur hauseigenen Weinproduktion nicht nur die Weintraube, Wein kann auch aus anderen Früchten gemacht werden, etwa Aprikosenwein oder Apfelwein.

Stelle es Dir bildhaft vor, der Wintersturm tobt, Deine Gäste kämpften sich durch den Schnee zu Dir – und Du kredenzt selbst gemachten Wein. Für die Kinder gibt es natürlich leckeren Fruchtsaft ohne den Zusatz irgendwelcher künstlich hergestellter Zutaten. Eine schöne Vorstellung, nicht wahr? Obstpressen gibt es in kleinen , mittleren und großen Ausführungen. Sie werden entweder mechanisch, per Wasserdruck oder elektrisch betrieben. So findet jeder Hobby-Obstbauer seine zu ihm passende Obstpresse. Hier findest Du alle relevanten Informationen über Obstpressen – damit auch Du Deine eigenen Produkte gesund und schonend verwerten kannst.

Was ist eine Obstpresse?

Im Prinzip ist es ganz einfach. Eine Obstpresse ist für den Einsatz mittlerer bis großer Erntemengen gedacht. Also im Prinzip die Menge, die in einem Garten oder auf einer Wiese durchaus anfallen kann.Sie ist also nicht dafür ausgelegt, täglich frische Säfte zu produzieren.

alte gemalte obstpresseEine vernünftige Obstpresse ist aus gut abgelagertem Holz oder Edelstahl gefertigt und wird händisch, elektrisch oder mit Wasserdruck bedient. Im Normalfall sind Obstpressen deswegen keine Schwergewichte, da sie oftmals sogar transportabel sein sollten. Das ist dann sinnvoll, wenn die Obstpresse direkt von Baum zu Baum verbracht wird, um das Obst somit direkt am Ort des Geschehens zu verarbeiten.

Wer regelmäßig größere Mengen Obst zu verarbeiten hat, greift eventuell auf eine Obstpresse zurück, die per Wasserdruck das Obst presst. Zusätzlich gibt es elektrisch betriebene Pressen für sehr große Erntemengen, um genau zu sein – für industrielle Obstproduktionsbetriebe.

Vereinfacht gesagt, besteht beispielsweise eine mechanische Obstpresse aus einem Ständer mit einem Ablauf, auf den das Holz- oder Edelstahlbehältnis gestellt wird, um so ergonomisch und rückenschonend wie möglich arbeiten zu können.

obstpresse-aufbau

Der Ständer ist mittig mit einer großen Standschraube ausgerüstet, auf die später eine Mutter aufgeschraubt wird. Auf diesen Ständer wird ein fassförmiger Behälter gesetzt. Ein Sieb in Form eines feinen Netzstoffes (Presstuch) wird in das Behältnis gestülpt, damit am Ende auch klarer Saft beim eigentlichen Obstpressen herauskommt.  Nach Einfüllen des zerkleinerten Erntegutes wird das Netz oben über dem Obst zusammengefaltet und bei einer Holzpresse mit zwei halben Holzscheiben fixiert.

Weitere Holzstücke lassen sich flexibel so aufbauen, dass die Spindel am oberen Ende gut genutzt werden kann. Ein Holzstück mit einem Loch wird quer über die aufgestapelten Holzstücke gelegt, gefolgt von der Mutter. In ein Loch an der Seite der Mutter wird ein Stab gesteckt. Mit diesem Stab – um die Drehkraft voll auszunutzen – kann jetzt gedreht – ergo gepresst – werden. Die Mutter wird also nach unten gekurbelt und drückt auf diesem Weg den Saft aus dem Obst, der über den Ablauf in ein Behältnis läuft, welches darunter steht.

Bei einer Edelstahlpresse wird der Druck über eine Platte aus Edelstahl ausgeübt – ansonsten funktioniert sie wie die Holzpresse.

Generell arbeitet nach diesem Prinzip jede Obstpresse, unterschieden wird bei den mechanischen Modellen lediglich die Kreuzspindel oder die Presse mit Dreharm. Bei der Variante mit dem Dreharm muss man als Obstbauer jedoch ständig um die Obstpresse herumlaufen, deswegen sind Kreuzspindeln die deutlich beliebteren Modelle. Bei einer hydraulischen Obstpresse sorgt Wasser für den nötigen Pressdruck. Über eine normale Wasserleitung wird Wasser in die Presse geführt. Durch den dadurch entstehenden Druck werden die Früchte gepresst.

Für was wird eine Obstpresse verwendet?

Wie schon angemerkt, lassen sich mit einer Obstpresse in kürzester Zeit große Mengen an erntereifem Obst verarbeiten. Die Presse wird je nach Modell mobil und flexibel von Baum zu Baum, von Strauch zu Strauch transportiert und man kann direkt das Erntegut einfüllen, um daraus Saft zu machen. Schwerere Modelle hingegen haben einen festen Platz, etwa im Keller. Hauptsächlich werden mit Obstpressen sämtliche Arten von Beeren, Äpfel, Birnen, Aprikosen, Kirschen, Mirabellen, Pfirsiche, Pflaumen, Quitten, Stachelbeeren oder Trauben verarbeitet.

Verschiedene Einsatzzwecke

  • Weinpresse

Es ist eine schöne Vorstellung, man geht einfach in den Keller und holt ab und an eine gute Flasche Wein, die man selbst hergestellt hat. Die Trauben aus dem eigenen Garten lieferten dazu die Basis. Übrigens erlaubt der Gesetzgeber die Herstellung von eigenem Wein als Hobby. Im Schnitt ergeben zwei Kilo Trauben einen Liter Wein. Mit einer Weinpresse geht der Arbeitsschritt des Zerkleinerns des Obstes natürlich rasend flott voran.

  • Apfelpresse

apfelernte zum pressen

Äpfel zählen zu den Obstsorten, die am häufigsten in deutschen Gärten oder Obstwiesen anzutreffen sind. Sind die Äpfel reif, sollten sie schnellstmöglich gepflückt und weiterverarbeitet werden, ansonsten fallen sie vom Baum und beginnen zügig zu faulen. Eine Apfelpresse leistet bei der Apfelernte wertvolle Dienste, denn mit einem ausreichend großen Gerät lassen sich Äpfel fix zu späterem Apfelsaft oder Most vorbereiten.

  • Fruchtpresse

Im Prinzip lassen sich alle Früchte pressen. Es ist doch eine schöne Vorstellung, im Winter auf den Fruchtsaft der letzten Ernte zurückgreifen zu können. Je nach Ernteaufkommen lohnt sich eine Fruchtpresse schon bei kleineren Beständen. Übrigens sind Früchte nicht automatisch Obst – deswegen die gesonderte Nennung. Obst ist eine Frucht, aber nicht alle Früchte gehören zur Kategorie Obst. Es gibt beispielsweise Feldfrüchte wie Rüben oder Kartoffeln – ergo kann man mit einer Fruchtpresse solch leckere Sachen wie beispielsweise Kartoffeldrinks oder Getreidewein selbst herstellen.

  • Mostpresse

Als Most wird ein – je nach Region gegorener – Fruchtsaft bezeichnet. So ist beispielsweise in Baden-Württemberg der Federweißer recht bekannt und beliebt, gewonnen aus Trauben. Ansonsten wird Most auch aus Äpfel und Birnen hergestellt. Most wird aus speziellen Früchten gewonnen, in der Regel beinhaltet das sogenannte „Mostobst“ einen höheren Gerbstoffanteil. Um Most selbst zu produzieren, ist eine Mostpresse unumgänglich.

  • Beerenpresse

Bei der Beerenpresse kommt es auf die Ernteausbeute an, welche Beerenpresse geeignet ist. Für ein, zwei kleinere Johannisbeersträucher lohnt sich eine große Obstpresse sicher nicht. Der Handel hält kleinere Beerenpressen bereit, die das Wirkprinzip ähnlich dem eines Fleischwolfes haben.

  • Traubenpresse

Man muss nicht unbedingt ein hauptberuflicher Winzer sein, um eine Traubenpresse seine eigen zu nennen. Mit solch einer Presse lassen sich auch kleinere Mengen Traubensaft – oder Wein – im ersten Schritt produzieren. Wie bei den meisten Früchten gilt auch bei Trauben die Regel, dass sie nach der Reife schnell geerntet und weiterverarbeitet werden sollten. Die Traubenpresse nimmt dabei den Löwenanteil der Arbeit ab.

Die Funktionsweise einfach erklärt

Eine Obstpresse funktioniert nach dem Prinzip des Entsaftens oder des Kaltpressens. Im Detail bedeutet das, dass die Frucht vor dem Pressen zu einer sogenannten „Maische“ verarbeitet wird. Sie wird also grob gemahlen beziehungsweise klein geschnitten, bevor sie in die Presse kommt. Beim Kaltpressen gehen keine Vitamine durch eine etwaige Wärmeentwicklung verloren und so erklärt sich der gesundheitliche Nutzen eines Fruchtsaftes, der aus eigener Hand produziert wurde.

Wird nun das vorbereitete Obst in die Obstpresse eingefüllt, wird von oben Druck auf die Maische ausgeübt. Bei einer Presse aus Holz durch Holzscheiben, bei einer aus Edelstahl durch das Metall. Während bei einer mechanischen Presse der Druck durch das nach unten Schrauben entsteht, baut sich der Druck bei der hydraulischen Presse durch Wasser – oder durch Luft – auf. Durch den Druck weicht der Wassergehalt des Ernteguts – der Saft wird gewonnen.

saft aus obstpresse

Bei einer hydraulischen Obstpresse kann mit einigen Tonnen Pressdruck gearbeitet werden, das hängt letztendlich von der Korbgröße ab. Die Hydraulik ähnelt dem eines Wagenhebers, doch während dieser ein Auto nach oben zu drücken vermag, kann mit einfachen Hebelbewegungen ein enormer Pressdruck nach unten aufgebaut werden, sodass tatsächlich alle Saftreste aus dem Erntegut gewonnen werden können.

Eine Obstpresse, die mit Wasserdruck arbeitet, bietet selbstredend eine erhebliche Arbeitserleichterung. Über einen handelsüblichen Gartenschlauch unter Verwendung von normalen Leitungswasser lässt sich ein starker Pressdruck erreichen. Das einfließende Wasser dehnt eine Membrane, was dazu führt, dass das zu pressende Obst gegen ein feines Gitter gedrückt wird.

Die richtige Benutzung

Eine Obstpresse erklärt sich fast von selbst. Das zu verarbeitende Gut wird im ersten Schritt geerntet. Anschließend wird es aussortiert, beziehungsweise werden angefaulte Stellen – etwa bei Äpfeln – herausgeschnitten. Danach wird das Obst gewaschen und zu Maische verarbeitet. Bei weichen Früchten – etwa Aprikosen – kann die Maische mit bloßen Händen hergestellt werden, indem die Früchte per Hand zerquetscht und gleich entsteint werden.

Hier ein kurzes Video in welchem Birnensaft selbst gepresst wird:

Bei Äpfeln ist eine Obstmühle eine sinnvolle Investition, denn diese nimmt einem das mühsame Zerkleinern in kurzer Zeit ab. Eine Obstpresse darf nie mit ganzen Früchten gefüllt werden, einerseits würde sie kaum Saft hervorbringen, andererseits ist ein Pressen von harten, ganzen Äpfeln kaum möglich und würde nur die Obstpresse beschädigen.

Für welches Obst ist eine Presse geeignet?

Eine solide Obstpresse nimmt es mit allen heimischen Früchten auf, angefangen vom Apfel, Birnen, Beerenobst, Steinobst und Kernobst. Wer gerne frische Feldfrüchte verarbeiten möchte, kann das mit einer Obstpresse tun, allerdings sollte es sich um ein gutes, hochwertiges Gerät handeln – zudem verlängert sich natürlich die Vorbereitungszeit.

Allgemeines Rezept für Obstsaft

Wird frisches Obst gepresst, entsteht fertiger Saft. Sehr beliebt ist das Mischen unterschiedlicher Obstarten, so kann etwa Apfelsaft mit Kirschen oder Bananensaft gemischt werden. Die Zugabe von Zucker ist durch den im Obst enthaltenen Fruchtzucker vollkommen unnötig – im Gegenteil, gerade Kinder sollten beispielsweise Apfelsaft eher als Schorle trinken. Die Obstpresse bringt fertigen Fruchtsaft zum Vorschein, es sei denn, der Saft soll zu Most oder Wein weiterverarbeitet werden.

Verschiedene Ausführungen

Es gibt für jeden Bedarf die richtige Obstpresse. Wichtig ist, seine eigene Menge an Erntegut abschätzen zu können – das gilt auch für ausgesprochen gute Erntejahre. Im Folgenden werden die unterschiedlichen Ausführungen von Fruchtpressen genauer vorgestellt.

  • Obstpressen aus Holz

Pressen aus Holz sind sehr beliebt – und das hat seinen Grund. Handelt es sich um gutes, qualitativ hochwertiges Holz, dann ist die Obstpresse eine Anschaffung für die Ewigkeit. Altes und gut abgelagertes Holz lässt sich genauso leicht pflegen und reinigen wie ein Modell aus Edelstahl. Eventuell muss das Holz ab und an nachbehandelt werden, doch im Großen und ganzen sind Holzpressen eine gute Wahl. Achte darauf, dass es sich tatsächlich um hochwertiges Holz handelt, etwa Eichenholz. Das Holz sollte natürlich fachgerecht behandelt worden sein. Das bedeutet, dass es mit einer lebensmittelechten Lackschicht oder Farbe behandelt wurde.

  • Obstpressen aus Edelstahl

Edelstahl bietet natürlich enorme Vorteile. So minimiert sich der Pflegeaufwand erheblich, sie ist ewig haltbar, sie lässt sich leicht transportieren. Im Prinzip ist es fast schon eine reine Geschmacksfrage, ob es eine Obstpresse aus Edelstahl oder eine aus Holz sein soll. Im Gegensatz zur Bauweise aus Holz ist die Presse aus Edelstahl immer einsatzbereit, da sie kaum Vorbereitung benötigt.

  • Obstpressen mit Wasserdruck / Hydraulisch

Mit einer hydraulischen Obstpresse wird das Pressen fast schon zu einem Kinderspiel. Das zerkleinerte Obst kommt in den Korb und an die vorhandene Leitung wird der Gartenschlauch angeschlossen. Ein normaler Leitungsdruck liegt bei rund 2,5 bis 3 bar – das ergibt letztlich einen Pressdruck von rund 20 Tonnen. Effizienter lässt sich Obst kaum noch verwerten.

Eine weitere Form hydraulischer Pressen basiert auf dem Prinzip der Hubkraft. Mit einem Hebel wird die Presse gegen den Pressstempel gedrückt, was bei einem Volumen von rund 18 Liter immerhin einen Pressdruck von 2 Tonnen ergeben kann – je nach Modell.

  • Obstpressen mit Luftdruck

Eine weitere Variante sind Obstpressen, die mit Luftdruck arbeiten. Für den betrieb wird lediglich ein Kompressor benötigt, der an die Presse angeschlossen wird. Das Prinzip gleicht dem der Wasserdruck-Presse – lediglich muss kein kostbares Wasser verwendet werden.

  • Obstpressen elektrisch

Vollautomatische Obstpressen sind eigentlich nur in der industriellen Verarbeitung zu finden. Sie lohnen sich nur dann in der Anschaffung, wenn sehr große Mengen Obst anfallen, die nicht nur zur alleinigen Versorgung dienen.

Obstpresse kaufen – was sollte ich beachten?

Beim Kauf einer Obstpresse ist der erste Gedanke der an die zu erwartende Menge des Erntegutes. Mit einer guten hydraulischen Presse lassen sich – als Beispiel – 20 Liter Obst in einer guten halben Stunde verarbeiten. Wer also nur ein kleines Apfelbäumchen sein eigen nennt, kommt mit einer mechanischen Obstpresse vermutlich locker aus.

Ein weiterer Aspekt gilt der Mobilität. Soll mit der Obstpresse von Baum zu Baum, von Strauch zu Strauch gezogen werden? Mit einer hydraulischen Wasserdruck-Obstpresse wird das eher nicht machbar sein. Auch in solch einem Fall käme eine mechanische Presse inklusive der eigenen Muskelkraft zum Einsatz.

Eine Überlegung gilt der Wartung einer Obstpresse. Je mehr Bauteile verbaut sind, umso eher besteht die Gefahr, irgendwann eines austauschen zu müssen. Bei einer einfachen, mechanischen Obstpresse handelt es sich um ein Gebrauchsutensil, welches sich über Generationen halten kann. Eine Wasserdruck-Presse bedarf deutlich mehr Wartungsaufwand, alleine das regelmäßige Entkalken steht auf der Agenda. Doch bei großen Obstmengen lohnt sich der Aufwand der Wartung wiederum – hier muss also genau abgewägt werden, wie viel Muskelkraft investiert werden kann oder ob die Zeit einfach wichtiger ist.

Mit dem Testen ist es nicht ganz so einfach. Eventuell fällt der Kauf einer gebrauchten Obstpresse in die Erntesaison, dann hat der Verkäufer sicher nichts dagegen, wenn die Obstpresse testweise in Augenschein genommen wird.

Einige Händler oder Hersteller sind vielleicht bereit, ein hochwertiges Gerät ihren Kunden vorzuführen. Ansonsten muss man sich beim Obstpressen-Kauf an seine Vorstellungen, Wünsche und Bedürfnisse halten.

  • Gebraucht oder neu?

Wer sich auf dem Gebrauchtmarkt umsieht, findet sicher etliche Raritäten im Bereich der Obstpressen. Nicht wenige Obstbauern der alten Zeit waren wahre Meister im Basteln und so lockt so manches elektrisch betriebene Modell Marke Eigenbau die heutige Verkaufsanzeige. Um es kurz zu machen: Es kann sich absolut lohnen, solch eine Obstpresse gebraucht zu kaufen.

Bild einer alten Holzpresse

Bild einer alten Holzpresse

Handelt es sich hingegen um eine günstige, mechanische Presse, dann empfiehlt sich ein Neukauf. Pressen aus Holz oder Edelstahl sind nicht so teuer und punkten mit einer phänomenalen Langlebigkeit. Soll es unbedingt eine gebrauchte Obstpresse sein, dann nur nach vorheriger Ansicht kaufen. Nicht jeder Obstbauer geht pfleglich mit seinen Gerätschaften um, deswegen lieber einmal zu viel hinschauen.

Generell handelt es sich um ein Gerät, welches der Produktion von Lebensmitteln dient, ergo spielt der Hygiene-Aspekt eine große Rolle. Allein aus diesem Grund muss genau abgewogen werden, ob eine Obstpresse gebraucht gekauft werden sollte.

Hersteller im Überblick

  • Wein GmbH & Co.

Das mittelständische Unternehmen G.Wein GmbH & Co. mit Hauptsitz im baden-württembergischen Bönnigheim übernahm im Jahre 1995 die Produktion und den Vertrieb der RAUCH-Obstmühlen- und Pressen. G.Wein bietet Obst- und Beerenpressen in verschiedenen Ausführungen an, so beispielsweise Pressen, die mittels Hydraulik und Wasserdruck den Pressvorgang ausführen.

  • Rink

Das Unternehmen Rink in Amtzell ist ein echter Spezialist in Sachen Obst- und Milchverwertung. Hergestellt werden unter anderem Obstpressen aus Edelstahl und Holz. Angeboten werden neben hydraulischen Pressen auch mechanische Pressen.

  • Arauner

arauner-obstpresse

In Kitzingen befindet sich das Unternehmen Arauner. Welches mit einem großen Angebot unterschiedlicher Obstpressen punktet. Sämtliches Zubehör für die Wein- oder Bieraufbereitung, für den Haushalt und für Obstbauern bietet der Hersteller an.

  • Kerbl

kerbl-obstpresse

Im österreichischen Leonstein ist der Sitz des bekannten Herstellers Kerbl. Im Angebot befinden sich hydraulische Obstpressen, die auf Rädern montiert sind. So kann die Obstverarbeitung direkt vor Ort vollzogen werden.

  • Güde

Güde in Wolpertshausen bietet Obstpressen in verschiedenen Ausführungen an. Es handelt sich dabei um kleinere Pressen, die wahlweise hydraulisch oder mechanisch bedienbar sind.

  • Grillplanet

Grillplanet mit Sitz in Gröbenzell bietet zwar hauptsächlich alles rund um das Grillen an, doch ein Zweig des Unternehmens konzentriert sich auf mechanisch zu bedienende Weinpressen.

Zubehör für die Obstpresse

  • Presstuch

Eines der wichtigsten Utensilien für die Obstpresse ist das Presstuch. Im Normalfall besteht das waschbare Presstuch aus speziellem Nylongewebe und ist in unterschiedlichen Größen erhältlich.

  • Membran

Bei einer hydraulischen Wasser- oder Luftdruckpresse kann es vorkommen, dass die Membran ausgetauscht werden muss. Dabei handelt es sich um das Ersatzteil, welches den Pressdruck ausübt.

  • Obstmühle

Je nach Ernteaufkommen empfiehlt sich für das Vorbereiten des Erntegutes eine Obstmühle beziehungsweise ein Obsthäcksler. Das gewaschene Obst kann damit schnell zerkleinert werden.
Hier erfährst Du mehr über über die Mühle in manueller und elektrischer Ausführung

  • Fässer

Wer direkt am Baum oder Strauch sein Erntegut verarbeiten möchte, braucht ausreichende Möglichkeiten, den Saft unterzubringen. Spezielle, lebensmittelechte Fässer mit Ablaufhahn in unterschiedlichen Größen eignen sich für das Abfüllen perfekt.

  • Fallobstsammler

Wer große Mengen Fallobst sammeln möchte, ist mit einem Fallobstsammler gut beraten. Ohne Mühen kann damit das auf dem Boden liegende Obst schnell und effizient aufgesammelt werden.

Obstpresse selber bauen

Generell lässt sich mit einigem handwerklichen Geschick eine Obstpresse auch selber bauen. Es sollte möglich sein, eine gewisse Menge an Obst so unter Druck zu setzen, dass der Saft ausgepresst wird. Als Presskorb kann ein ausgedientes Fass einer Brauerei dienen. Um Druck ausüben zu können, wird eine Druckplatte benötigt.

Auch ein Blick in folgendes Foren-Thema ist ganz interessant, hier tauschen sich einige Selberbauer aus -> http://forum.garten-pur.de/index.php/topic,43020.0.html

Diese sollte dem Innendurchmesser des Presskorbes entsprechen. Entweder wird der Druck über eine Schraube und Muskelkraft selbst erzeugt oder es wird ein Hydraulikzylinder benötigt, der ebenfalls für kleines Geld im Baumarkt erhältlich ist. Generell kann auch der Wagenheber die Funktion des Druckarms übernehmen, wichtig ist nur, mit genug Auffüllmaterial – etwa Holz – so arbeiten zu können, dass der Wagenheber beim Pressen nicht zu tief in den Presskorb gerät.

Nützliche Seiten:

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NABU Streuobstportal

PDF Merkblatt zur Nutzung einer Presse